Kurze Infos zu PV

Nicht mehr vom Gleichen!

Es gibt hunderte, wenn nicht tausende, Internetseiten, die über die photovolatische Technik informieren. Wir haben für Sie eine Liste derjenigen Seiten erstellt, die wir für hinreichend informativ halten. Sie finden diese Liste unter dem Menüpunkt "Zum Nachlesen -> Nützliche Internetseiten".

Aber ein grober Überblick:

Wir sammeln an dieser Stelle einige Beiträge, die Ihre ersten, grundsätzlichen Fragen beantworten sollen.

Dazu gehört eine Erklärung der Abkürzungen und Maßeinheiten, mit denen wir es beim Thema Photovoltaik zwangsläufig zu tun haben.

Und wir gehen auf einige häufig gestellte Fragen ein.

Wir erweitern diese Sammlung gerne um Ihre Fragen. Nutzen Sie dafür unsere Kontaktadresse.

Grafikquelle: Prof. Dr. Volker Quaschning, HTW Berlin

Bei unseren Autos kennen wir uns aus:

Da wird die Leistung in PS bemessen und wir wissen, wieviel l/100 km das Auto bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h verbraucht.

Dabei ist die Angabe von PS schon längst überholt, in den Papieren steht die Leistung in kW (Kilowatt), die Pferdestärken sind uns lediglich vertrauter und gewohnter.

Wenn Ihr Auto eine Leistung von 100 kW hat (136 PS), dann können Sie diese Leistung nicht ständig abrufen; sie wird nur ganz kurz bei einer ganz bestimmten Drehzahl des Motors erreicht. Es ist also eigentlich nur die theoretisch mögliche Spitzenleistung.

Beim Strom und bei der Photovoltaik müssen wir uns daran noch gewöhnen:

Prinzipiell kann jede Bürgerin und jeder Bürger ihren/seinen eigenen Strom erzeugen und die Überschüsse in das Netz einspeisen. Notwendig dafür ist die VDE-konforme Installation einer PV-Anlage z.B. auf dem Dach oder an einem Balkongeländer. Und die anschließende Anmeldung bei der Bundesnetzagentur und beim lokalen Stromnetzanbieter.

Auch an bewölkten Tagen liefert eine Photovoltaikanlage zwischen März und Oktober genug Strom für den Bedarf eines durchschnittlichen Haushalts. Denn auch aus dem reflektierten Licht der Wolken erzeugen die Paneele viel Strom.

Kein Problem. Auch nicht ideal ausgerichtete Dächer oder Flachdächer können profitabel mit PV belegt werden. Ost-West-Ausrichtungen bedeuten rund 10 Prozent weniger Ertrag, können aber aufgrund des größeren Flächenanteils mit mehr PV belegt werden. Je größer die Anlage, desto günstiger wird die Anschaffung in Relation zum Ertrag.

Bei Schattenwurf und anderen Einschränkungen sollte ein Experte die Situation vor Ort einschätzen. Heutige Anlagen können mit Teilverschattungen sehr gut umgehen. Schatten, die nur im Winter auftreten, bedeuten nur geringe Ertragseinbußen.

(Laubbäume sind für uns sympathischer als Nadelbäume, weil sie im Winter ihr Laub abwerfen und so in der schwachen Solarperiode doch noch Licht durchlassen.)

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme rechnet man mit 1.200 € netto (=1.428 € brutto) pro kWp. Die Mehrwertsteuer kann man sich vom Finanzamt zurückerstatten lassen

Heutige Module (300-350 Wp) benötigen für 1 kWp rund 5 qm Fläche. Auf 50 qm können also 10 kWp installiert werden. (Das entspricht einem Küchenherd, bei dem alle vier Kochplatten und der Backofen gleichzeitig auf höchster Stufe eingeschaltet sind).

Heutige Anlagen werden auf den Eigenverbrauch ausgelegt. Aber auch Einspeisen lohnt sich noch wegen der niedrigen Modulpreise. Die Photovoltaikanlage trägt sich bei Finanzierung selbst durch die Ersparnisse und Erträge aus nicht bezogenem und eingespeistem Strom. Bei moderaten Installationskosten amortisiert sich eine Photovoltaik in 10 bis 15 Jahren.
Je größer die Anlage ist, desto wirtschaftlicher arbeitet sie und trägt einen wertvollen Beitrag zur Energiewende bei. Daher gilt es, die vorhandenen Dach- und Balkonflächen optimal auszunutzen.

Ein Stromspeicher erhöht den Anteil des selbst verbrauchten PV-Stroms am Gesamtverbrauch von ca. 30 auf 60 bis 80 Prozent. Außerdem glättet er die Stromerzeugungskurve der PV-Anlage. Allerdings sind Stromspeicher noch zu teuer, um sich selbst zu amortisieren. Das Gesamtpaket PV + Stromspeicher ist rentabel, verringert aber die Rendite gegenüber einer reinen PV-Anlage. Wenn Sie jedoch nicht nur an der reinen Rendite interessiert sind, sondern PV auch als Investition für Ihre Kinder und Enkel betrachten, ist die Installation eines Speichers sehr sinnvoll, weil Sie noch weniger Strom aus dem Netz abfordern müssen.

Sie produzieren Strom und verkaufen ihn an zwei Kunden: Ihren Energieversorger und sich selbst. Einspeisung und Eigenverbrauch.
Sie werden damit Unternehmerin oder Unternehmer und müssen in jedem Fall Ihre unternehmerische Tätigkeit als Stromproduzent und Lieferant dem Finanzamt melden. Das bedeutet, dass Sie Ihren Eigenverbrauch und die Einspeisung aufzeichnen und anmelden müssen.
Aber keine Angst vor dem Finanzamt!
Alle erforderlichen Daten erhalten Sie automatisch von Ihrer Anlage und Ihrem Netzbetreiber. Alle notwendigen Formulare werden heute online abgegeben und einmal richtig gespeichert, ist das im Handumdrehen erledigt und ohne Papierberge zu bewältigen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Photovoltaik steuerlich zu behandeln.
Mehr dazu erfahren Sie hier: http://sonnenkraft-freising.de/blog/pv-ohne-finanzamt-excel-formulargenerator-pressemitteilung/

Kein Problem. Ab rund 300 Euro gibt es Balkonmodule. Balkone sind zur Sonne ausgerichtet. Diese Module übernehmen die Grundlast in der Wohnung und erzeugen je nach Ausrichtung bis zu 200 kWh pro Jahr. Für 200 kWh Netzbezug zahlen Sie 60 Euro. Das ideale Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk. Sprechen Sie mit Ihrem Vermieter und informieren Sie sich gemeinsam in technischer und rechtlicher Hinsicht unter https://www.pvplug.de und mit diesem PDF mit umfangreichem Leitfaden.

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Um rein rechnerisch auf Stromkosten von 0,-€ zu kommen (Arbeitspreis des Versorgers - Einspeisevergütung), benötigt man bei diesem Verbrauch eine installierte Leistung von ca. 5 kWp.

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Schätzung für den Standort Norderstedt Mitte bei unverschatteter Südausrichtung und 35 Grad Dachneigung.
Quelle: http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/